Alles, was Du über Google Ads-Anzeigen im Suchnetzwerk wissen musst

Google Ads   •   05. Jun 2020   •   Lisa-Ann Preuss

Google Ads (ehemals Google AdWords) ist das Werbetool von Google mit dem online Anzeigen geschaltet werden. Wo diese Anzeigen zu sehen sind, hängt in erster Linie davon ab, ob eine Google Ads Kampagne auf dem Google Suchnetzwerk oder auf dem Google Displaynetzwerk ausgespielt wird. Im Folgenden werde ich auf das Suchnetzwerk eingehen und erklären, wann es sich lohnt, darüber Anzeigen zu schalten und welche verschiedene Anzeigenformate Dir dabei zur Verfügung stehen.

Was ist das Google Suchnetzwerk?

Zum Google Ads Suchnetzwerk gehören neben der Google-Suche auch Google Play, Google Shopping, Google Bilder, Google Maps, die Google Maps App und Websites von Google Suchnetzwerk-Partnern, wie z.B. Bluewin.ch.

1. Wie erreiche ich meine Zielgruppe?

Über das Suchnetzwerk erreichst Du User in dem Moment in dem sie aktiv nach einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung suchen.

Der unschlagbare Vorteil am Suchnetzwerk: Wenn es für Deine Produkte oder Dienstleistungen Suchanfragen gibt, kannst Du interessierte User mithilfe von Anzeigen im Suchnetzwerk genau im richtigen Moment auf Dein Angebot aufmerksam machen und dafür sorgen, dass sie bei einem Klick auf die Anzeige auf Deine Website weitergeleitet werden. Dort können sie dann, bei Interesse, direkt abschliessen, indem sie z.B. einen Kauf tätigen oder sich über ein Kontaktformular bei Dir melden. Der Nachteil am Suchnetzwerk ist allerdings: Wenn für bestimmte Begriffe nur wenige bis keine Suchanfragen vorhanden sind, wird es schwierig, auf diese Weise Deine Zielgruppe zu erreichen. In solchen Fällen solltest Du Dir überlegen, über das Displaynetzwerk an Deine Zielgruppe zu gelangen.

2. So funktioniert’s

Bei Suchanzeigen kannst Du Keywords, sprich Begriffe, bestimmen, bei denen thematisch zusammenhängende Anzeigen ausgespielt werden sollen. Sobald ein User nach einem von Dir definierten Keyword sucht, läuft eine Auktion. Diese entscheidet dann, ob eine Deiner Anzeigen ausgespielt wird und, wenn ja, auf welcher Anzeigenposition. Grundsätzlich gilt: Anzeigenrang = maximales Gebot x Qualitätsfaktor. Umso höher dabei der Anzeigenrang ist, desto besser ist Deine Anzeigenposition.

Matchentscheidend für eine top Anzeigenposition sind also folgende zwei Kriterien:

  • das maximale Gebot: der maximale Preis, den Du bereit bist für einen Klick auf Deine Anzeige zu bezahlen.

der Qualitätsfaktor: ein Wert zwischen 1 (niedrig) und 10 (hoch), der pro Keyword von Google Ads bestimmt wird. Bei der Berechnung des Werts fliesst die Relevanz des Keywords zur Anzeige sowie zur Landingpage (auf die ein User beim Klicken auf die Anzeige weitergeleitet wird) ein. So sorgt Google Ads dafür, dass Du auch mit einem kleinen Budget erfolgreich auf eine obere Position gelangst – nämlich indem Du darauf achtest, dass die Keywords, auf die Du bietest, sowohl in Deinen Anzeigen, als auch auf der der jeweiligen Landingpage Deiner Website vorkommen.

Welche Anzeigenformate gibt es?

Bei der Auswahl Deiner Google Ads Kampagne im Suchnetzwerk stehen Dir unterschiedliche Formate zur Verfügung.

Erweiterte Textanzeigen

Die einfachste Variante enthält:

  • mindestens zwei bis maximal drei verschiedene Anzeigentitel à 30 Zeichen
  • zwei Beschreibungen à 90 Zeichen
  • eine angezeigte URL mit bis zu zwei optionalen Pfadfeldern, um Usern zu vermitteln, wohin ein Klick führt.

So sieht das Ergebnis aus – wobei nicht immer alle drei Anzeigentitel gleichzeitig erscheinen und maximal eine Beschreibung auf’s Mal ausgeliefert wird:

Erweiterte Textanzeige im Google Ads Suchnetzwerk

Responsive Suchanzeigen

Responsive Suchanzeigen (RSA) auf Google Ads bieten Werbetreibenden die Möglichkeit, ganz viele verschiedene Varianten einer Anzeige zur Verfügung zu stellen, um Usern eine auf sie zugeschnittene Botschaft zu präsentieren. Je mehr Anzeigentitel und Beschreibungen es gibt, desto mehr Kombinationsmöglichkeiten kann Google Ads daraus machen. Dazu hast Du als Werbetreibender Einsicht, wie gut welche Kombination performt. Folgende Optionen hast Du beim Erstellen von responsiven Suchanzeigen:

  • bis zu 15 Anzeigentiteln à 30 Zeichen
  • bis zu 4 Beschreibungen à 90 Zeichen
  • eine angezeigte URL mit bis zu zwei optionalen Pfadfeldern, um Usern zu vermitteln, wohin ein Klick führt.
Responsive Suchanzeigen im Google Ads Suchnetzwerk

Dynamische Suchanzeigen

Google hat mitgeteilt, dass 15% aller getätigten Suchanfragen neu sind. Das bedeutet, dass es diese Anfragen so noch nie zuvor gegeben hat. Doch dank dynamischen Suchanzeigen kannst Du auch bei einer ganz neuen Anfrage punkten, nämlich indem Web-Crawling eingesetzt wird. Das Schöne daran ist, dass du dafür weder Keywords definieren noch Anzeigentitel erstellen musst, sondern lediglich:

  • bis zu 2 Beschreibungen à 90 Zeichen
  • die Landingpage(s) für die Du dies aufsetzen möchtest
Dynamische Anzeigen im Google Ads Suchnetzwerk

Shopping-Anzeigen

Im Gegensatz zu den vorherigen Anzeigen bestehen Shopping-Anzeigen nicht aus einem vordefinierten Text, sondern aus einem Foto, Produktnamen, Preis und dem Geschäftsnamen bei dem das Produkt erhältlich ist. Hier eine Vorschau:

Shopping Anzeigen im Google Ads Suchnetzwerk

Shopping-Anzeigen gehören zur komplexesten Anzeigevariante, da Du dafür zuerst ein Google Merchant Center-Konto aufsetzt und dann bestätigen musst, Inhaber Deiner Website zu sein. Anschliessend erstellst Du einen Feed, was soviel heisst wie eine Datensammlung der Produkte oder Dienstleistungen für die Du werben möchtest. Sobald Dein Google Merchant Center-Konto mit Google Ads verlinkt ist, kannst Du wieder zurück auf Google Ads gehen, um den gewünschten Feed auszuwählen und die Shopping-Kampagne aufzusetzen.

Fazit

Um interessierte User (potenzielle Kunden) genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu erreichen, wenn sie aktiv nach bestimmten Produkten und Dienstleistungen suchen, hilft Dir das Suchnetzwerk auf Google Ads. Dabei hast du die Wahl zwischen verschiedenen Anzeigenformaten, wie erweiterte Textanzeigen, responsive Suchanzeigen, dynamische Anzeigen und Shopping-Anzeigen. Doch ganz egal für welches Anzeigenformat Du Dich entscheidest, mithilfe von Machine Learning und Web-Crawling können unterschiedlichen Usern unterschiedliche Anzeigenvarianten ausgespielt werden, basierend auf bestimmten Nutzersignalen (z.B. der Standort des Nutzers oder das vom Nutzer verwendete Gerät). Somit ist stets eine bestmögliche Nutzererfahrung garantiert.

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